Wenn junge Menschen Almwirtschaft neu denken

… Wie sieht die Almwirtschaft der Zukunft aus? Mehr Technik? Mehr Daten? Oder doch einfach mehr gute Ideen?

Dass sich Tradition und Innovation nicht ausschließen, beweist eine außergewöhnliche Diplomarbeit der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Johanna Fürstauer-Reiter, Matthias Kaltenbrunner und Alexander Münzer entwickelten ein datenbasiertes Managementkonzept für Almfutterflächen. Dafür kombinierten sie GPS-Tracking von Weidetieren mit Satellitendaten, um die Nutzung von Almflächen besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung abzuleiten. Für ihre Arbeit wurden die drei Nachwuchstalente mit der Auszeichnung für die beste Diplomarbeit ihres Jahrgangs geehrt.

Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale Frage: Wie können digitale Werkzeuge Almbäuerinnen und Almbauern unterstützen, ohne deren Erfahrung und Wissen zu ersetzen?

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Auf drei sehr unterschiedlichen Almen in Salzburg, Kärnten und Oberösterreich untersuchte das Team, wo Tiere tatsächlich weiden, welche Flächen gemieden werden und wie sich Problempflanzen wie Farn, Borstgras oder Ampfer gezielt zurückdrängen lassen. Die Erkenntnis: Moderne Technologien können wertvolle Entscheidungsgrundlagen liefern – die Verantwortung und das Gespür für Tier, Gelände und Natur bleiben aber weiterhin beim Menschen.

Unser Almfuchs hat mit Johanna Fürstauer-Reiter über die preisgekrönte Diplomarbeit gesprochen. Sie erzählt, wie aus einer schulischen Abschlussarbeit ein praxisnahes Zukunftsprojekt wurde, welche Herausforderungen die Datenerhebung auf steilen Almflächen mit sich brachte und warum Digitalisierung auf der Alm niemals Selbstzweck sein darf.

Ein spannendes Gespräch über Innovation, Forschung und die nächste Generation, die zeigt: Die Zukunft der Almwirtschaft entsteht dort, wo jahrhundertealtes Erfahrungswissen auf neue Ideen trifft.

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