Der Naturschutzplan auf der Alm: Ein Verkupplungsversuch von Almen und Naturparks

…Die Initiative „Naturschutzplan auf der Alm“ gibt es in ganz Österreich und soll die weitere Zusammenarbeit zwischen Almen und Naturparks fördern.

Am Beispiel des Bundeslandes Salzburg schauen wir uns an, was eigentlich enthalten ist, im Naturschutzplan.

Im Bundesland Salzburg gibt es rund 1.800 Almen. Davon liegen knapp 40 % an oder in Naturschutzgebieten. Etwa den Europaschutzgebieten oder Naturparks.

Das Schützenswerte an diesen Gebieten ist die Kulturlandschaft, in der besonders seltene oder gar gefährdete Pflanzenarten vorkommen und Tierarten leben. Damit die Fauna und Flora erhalten bleibt, muss die Almnutzung umfangreich und an den Standort unbedingt angepasst sein.

Was steht drin?
Aktuell beteiligen sich die Betreiberinnen und Pächter von 150 Almen an dem Naturschutzplan Alm. Konkret gibt der Naturschutzplan vor, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Natürlichkeit der Almen zu erhalten.

Es gibt also konkrete Zielsetzungen oder Arbeitsanweisungen, nach denen gearbeitet werden soll.

Aber damit nicht genug: Damit die Ziele des Plans erreicht werden können, muss der Arbeitsaufwand über eine „normale“ Weidepflege und Behirtung hinausgehen. Manche Aufforderungen können auch mit einem längerfristigen Einsatz, über mehrere Jahre, verbunden sein. Sind die Ziele erreicht, gibt es die Förderungen.

Zu den förderbaren Maßnahmen zählen:

  • Schwenden von Gebüsch und Zwergsträuchern
  • Erhalten und Wiederherstellen von Lärchweiden
  • Entsteinen
  • Errichten und Revitalisieren von Steinmauern
  • Bewässerung von Almweiden
  • Weidemanagement
  • Zäunen
  • Mahd
  • Einschränken oder Verzichten auf Dünger
  • Renaturierung von Feuchtflächen
  • etc.

Die Förderrichtlinien des Landes Salzburg sind gemeinsam mit den Maßnahmen des ÖPUL 2023 (Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) die Basis des gemeinsamen bzw. partnerschaftlichen Naturschutzes.

Die Naturschutzziele, die im ÖPUL stehen, sind beispielsweise so formuliert:

  • „Beitrag zur Eindämmung und Umkehrung des Verlusts an biologischer Vielfalt, Verbesserung von Ökosystemleistungen und Erhalt von Lebensräumen und Landschaften.“

Um das zu erreichen, bedarf es:

  • „Sicherung der genetischen Vielfalt in der Land- und Forstwirtschaft
  • Schutz, Erhalt und Wiederherstellung naturschutzfachlich wertvoller Arten und Lebensräume
  • Forcierung der Berücksichtigung gebietsspezifischer Aspekte zur Erreichung der Biodiversitätsziele
  • Studien, praxisbezogenes Monitoring, Projekte zur Verbesserung von Datengrundlage über Biodiversität“

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