Gemeinsam mit ihrem Mann Christof und den drei Kindern Johannes, Laura und Klara bewirtschaftet sie einen Hof in Hittisau. Den Sommer verbringt die Familie mit ihren Tieren auf der Alpe Lache auf knapp 1.200 Metern Seehöhe. Seit 1957 befindet sich die Alpe im Besitz der Familie, seit 2019 führen Magdalena und Christof Bechter sie selbst. Unterstützt werden sie von den Schwiegereltern. „So arbeiten bei uns drei Generationen zusammen – und genau das macht für mich Landwirtschaft aus: Zusammenhalt, Weitergeben und Vertrauen“, sagt Magdalena.
Die Zeit auf der Alpe ist für die ganze Familie eine besondere Zeit. Jahr für Jahr verbringen insgesamt 13 Kühe der Rassen Jersey und Braunvieh den Sommer auf der Alpe, dazu kommen Rinder, Esel, Schweine, Ziegen, Hühner und Enten. Die Tiere prägen den Tagesablauf – und auch die Kulturlandschaft. Durch die Bewirtschaftung hat sich rund um die Alpe eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren erhalten. Im Jahr 2025 wurde die Alpe dafür bei der Alp-Wiesenmeisterschaft sogar ausgezeichnet.



Das Herzstück der Arbeit ist die kleine Alpsennerei
Eine besondere Rolle spielt bei Magdalena und ihrer Familie die Käseproduktion. In der eigenen Sennerei wird die Milch direkt verarbeitet, hauptsächlich in Handarbeit und nach traditioneller Methode, weshalb jeder Laib etwas anders ist. Magdalena sagt: „Alpkäse ist nie gleich – jeder Laib ist ein Unikat.“ Denn Wetter und Temperaturen sowie die Gräser und Kräuter, die die Kühe auf den Almflächen fressen, wirken sich auf den Geschmack aus. Neben Alpkäse entstehen Alpbutter und täglich frische Sennsuppe. Der Käse wird von der Familie selbst vermarktet – Regionalität und kurze Wege werden auf der Alpe ganz selbstverständlich gelebt.
Auch bei der Bewirtschaftung versucht die Familie, möglichst in natürlichen Kreisläufen zu arbeiten. Molke aus der Käseproduktion wird an die Schweine verfüttert, Kraftfutter nur sparsam eingesetzt. Auf Kunstdünger und chemische Unkrautbekämpfung wird verzichtet. Im Herbst, wenn das Futter auf den Almflächen knapper wird, kehren die Tiere wieder ins Tal zurück. „Unsere Landwirtschaft folgt einem einfachen Grundsatz: in Kreisläufen denken – so wie es uns die Natur vormacht“, sagt Magdalena.
Einblicke in den Alltag auf Instagram
Wie dieses Leben tatsächlich aussieht, zeigt Magdalena auch auf Social Media. Sie gibt Einblicke in den bäuerlichen Alltag und zeigt mit Fotos, Videos und Reels die Arbeit mit den Tieren, die Käseproduktion und das Familienleben auf der Alpe. Und warum macht sie das? „Ich teile Einblicke in unser Leben auf der Alpe, weil ich merke, dass viele Menschen immer weniger Bezug zur Landwirtschaft haben. Für mich ist das eine Art Brücke. Die Rückmeldungen sind sehr schön. Viele Menschen freuen sich über ehrliche und bodenständige Einblicke in die Natur, Tiere und das echte Alpleben“, sagt Magdalena.
Besonders freut Magdalena, mit welchem Elan ihre Kinder auf der Alm mit dabei sind. „Wenn ich das sehe, weiß ich jeden Tag aufs Neue, wofür sich all die Arbeit lohnt. Die Alpe ist für uns nicht nur ein Arbeitsplatz, sie ist ein Stück Heimat.“



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